Andreas Petersell

Das Leben gestalten mit den Big Five for Live

Die meisten Gehälter und Boni von Managern basieren auf zwei Dingen: auf den Umsätzen und der Anzahl der Mitarbeiter. Sie basieren nicht auf Renditen und Fluktuationsraten. — John Strelecky: Das Leben gestalten mit den Big Five for Live München 2018 (S. 201)

Lifetime Employment - A Corporate Nightmare

Der englische Titel trifft es besser als der deutsche Titel des Romans Das Aufsteiger-Prinzip. Jeder, der schon einmal befördert wurde, kennt das Geheimnis. Beförderung ist weder eine Ehre noch eine Belohnung und hat sehr wenig zu tun mit den Fähigkeiten eines Angestellten oder den Bedürfnissen der Firma. Beförderung ist eine Neuverteilung der verfügbaren Kräfte, um etwas auf den Weg zu bringen, das ein Manager - aus welchen Gründen auch immer - nicht selbst tun möchte.

Minimum

Alle haben wir es geahnt. Jetzt hat es Schirrmacher unausweichlich für die Zweifler fixiert. 1974 diagnostizierte der sozialistische Historiker Harry Bravermann, was unzählige andere auch empfanden: Die Bevölkerung verlässt sich nicht mehr auf soziale Organisationsformen in Gestalt von Famile, Freunden, Nachbarn, Gemeinschaft, Älteren und Kindern, sondern bedient sich des Marktes nicht nur für Nahrung, Kleidung und Wohnung, sondern auch für Erholung, Unterhaltung, Sicherheit, für die Betreuung der Jungen, der Alten, der Kranken, der Behinderten.

Reinhard K. Spenger - Radikal führen

Immer wieder zitiere ich aus diesem Meisterwerk der innerbetrieblichen Organisation. Als Innovationmanager habe ich mich oft gefragt, warum meine und viele andere Firmen nicht zu wirklicher Innovation fähig sind. Spenger gibt in diesem Buch eine Antwort auf diese Frage. Der Titel ist ein wenig irreführend. Jeder, egal ob Führungskraft oder Mitarbeiter, sollte sich dieses Buch zu Herzen nehmen. Im folgenden meine Anstreichungen.

Die 3-Tage-Woche

Aber warum hat Mario bei unserem Gespräch gleich abgewunken? Im selben Haus stand zu der Zeit noch eine Wohnung zum Verkauf…​ Für ihn stand aber glasklar fest, dass Vermieten nichts für ihn sei. Die Argumente hätten noch so gut sein können. Wenn er sich eine Wohnung kaufe, dann nur, um darin selbst zu wohnen. Wir werden schon früh in unserem Leben dazu erzogen, den "normalen" Weg zu gehen. Als Kind sollen wir in der Schule auf den Lehrer hören.

Macbeth

Dann wurde ihm blitzartig etwas klar. Er kannte niemanden, der ihm helfen würde. Nicht hier und nirgendwo sonst. Er war die Art Mensch, mit der die Leute einigermaßen zurechtkamen. Es war nicht so, dass sie ihn bewusst nicht ausstehen konnten, aber sie mochten ihn auch nicht. Und warum sollten sie? Was hatte er je für einen anderen getan, das ihm nicht selbst einen Vorteil verschafft hätte? Er hatte Verbündete, keine Freunde.

Own the Demand

Ben Thompson’s famous Aggregation Theory: modern marketplaces get their power from aggregating the demand side. And that’s a much better position than the old way of trying to own the supply side. There’s this famous comment that “Uber owns no cars; Airbnb no real estate; Facebook no content; and Ebay or Alibaba no inventory.” If you can get away with being 1% as capital-intensive as your competitors while extracting greater profits, why wouldn’t you do it?

Der schwarze Schwan

In Extremistan sind Ungleichheiten so, das eine einzige Beobachtung sich unverhältnismäßig stark auf das Aggregat, das Ganze auswirken kann.

Während das Gewicht, die Körpergröße und der Kalorienkonsum also aus Mediokristan kommen, gilt das für Besitz nicht. Nahezu alle sozialen Angelegenheiten kommen aus Extremistan. Man kann das aus so ausdrücken: Soziale Quantitäten haben die Form von Information, keine physische Form - man kann sie nicht anfassen. Geld auf einem Bankkonto ist wichtig, aber ganz gewiss nichts Physisches. Daher kann es jeden Wert annehmen, ohne dass man dafür Energie aufwenden müsste. Es ist nur eine Zahl!

Wie man ein Pferd fliegt

Entscheidungsträger und Autoritätspersonen in Wirtschaft, Wissenschaft und Regierung betonen alle, dass sie Kreativität schätzen, aber wenn man sie testet, stellt sich heraus, dass sie die Kreativen nicht schätzten. Warum? Weil besonders kreative Menschen meist auch verspielter, unkonventioneller und weniger berechenbar sind, und damit auch schwerer zu kontrollieren. Man kann noch so sehr betonen, wie sehr man Kreativität schätzt, aber tief drinnen haben die meisten von uns lieber die Kontrolle.

Montecristo

"Sie sind also der Meinung, dass eine kritische Größe gibt, ab der man einen Skandal nicht mehr aufdecken darf?" Gobler nickte heftig. "Und dieser Punkt ist dann erreicht, wenn dessen Enthüllung der Allgemeinheit mehr schadet als nützt. Und in unserem Fall ist er mehr als erreicht. Er ist weit überschritten. Haben Sie das noch nie erlebt, dass Wahrheit mehr schadet als die Lüge?" — Martin Suter: Montecristo