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Gebt uns den Rechtsstaat zurück! - Kolumne - SPIEGEL ONLINE

Morgens aufwachen, sich am Bauch kratzen und politische Entscheidungen treffen, wie es einem beliebt - so sah jahrhundertelang der Alltag der deutschen Fürsten aus. Doch irgendwann reichte es den Untertanen mit der politischen Willkür. Sie forderten Mitsprache, eine Verfassung und vor 100 Jahren sah auch der letzte deutsche Monarch ein, dass seine Zeit vorbei ist und dankte ab.

Inzwischen könnte man meinen, die Fürsten kommen zurück. Immer wieder erlebt man dieser Tage selbsternannte Herrscher von Gottes Gnaden - niemandem verpflichtet, außer sich selbst und den Umfragewerten.

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Dass sich manch ein Politiker überm Gesetz wähnt, hört man mitunter in den Nebensätzen. Wie zum Beispiel, als Bundesinnenminister Horst Seehofer - gerührt über die 69 Abschiebungen zu seinem 69. Geburtstag - sagte, "das war von mir so nicht bestellt". Ich wusste nicht, dass bei uns Minister Abschiebungen bestellen können.

Vielleicht müssen wir es machen, wie die Untertanen damals: 1832 zogen Menschenmassen zum Hambacher Schloss und demonstrierten für Demokratie und Pressefreiheit, gegen Fürstenwillkür und die Zersplitterung der europäischen Staaten. Das klingt so aktuell, könnte letzte Woche gewesen sein. Höchste Zeit, dass auch wir unseren Rechtsstaat zurückfordern.

Ferda Ataman auf SPIEGEL ONLINE - 25.08.2018

 

Unsere Vorruheständler aus dem Voralpenland

Die Frage nach Grenzkontrollen und Identitätsprüfungen für Flüchtlinge ist eine derartige Lappalie – man kann es nicht fassen, dass es seit gefühlt drei Jahren Tag und Nacht um nichts anderes geht.

Ist das nicht alles sagenhaft lächerlich? Man möchte den Verantwortlichen in der Politik zurufen: "Wenn ihr nervlich so schwach seid, dann geht doch endlich in Rente!" In allen anderen Berufen werden die Berufstätigen, wenn sie 28 Stunden am Tag die Krise herbeibeschwören und jammern und Drohkulissen aufbauen, ohne Wenn und Aber in den Vorruhestand geschickt. Wer es mental nicht packt, seine Aufgaben in seinem Jobprofil zu lösen, hat in einer sozialversicherungspflichtigen Anstellung eigentlich nichts mehr verloren. Der Steuerzahler alimentiert seine Mandatsträger doch nicht für dieses armselige Schauspiel. Politik ist dafür da, zu gestalten, Gesetzesentwürfe einzureichen, Vorschläge und Ideen zu liefern. Nicht an den Grenzen, sondern im Land.

Mely Kiyak auf Zeit Online vom 27. Juni 2018, 13:06 Uhr

 

Kennt Ihr einen Loser? Der Loser von heute braucht keine Bartstoppeln. Meist reicht schon ein Handy: "Losers stop taking responsibility for their life and decide to do nothing." - https://medium.com/personal-growth/how-losers-are-created-and-how-to-avoid-becoming-one-5e2e091210c5

 

Mitarbeiter ohne Not in Zeitverträgen zappeln zu lassen, ist ein Armutszeugnis für jeden Arbeitgeber und ein offenes Eingeständnis mangelnden Anstands. Legt euch ordentlich ins Zeug für uns, aber wenn uns danach ist, lassen wir euch trotzdem fallen - http://www.zeit.de/arbeit/2018-01/befristete-beschaeftigung-spd-thema-martin-schulz

 

Your smartphone is making you stupid, antisocial and unhealthy. So why can’t you put it down? - The Globe and Mail

The makers of smartphone apps rightly believe that part of the reason we're so curious about those notifications is that people are desperately insecure and crave positive feedback with a kneejerk desperation. Matt Mayberry, who works at a California startup called Dopamine Labs, says it's common knowledge in the industry that Instagram exploits this craving by strategically withholding "likes" from certain users. If the photo-sharing app decides you need to use the service more often, it'll show only a fraction of the likes you've received on a given post at first, hoping you'll be disappointed with your haul and check back again in a minute or two. "They're tying in to your greatest insecurities," Mr. Mayberry said.

 

Washington Monthly | How to Fix Facebook—Before It Fixes Us

Die Horror-Vorstellung schlechthin: mit relative wenig Geld können zukünftig nationale Entscheidungen manipuliert werden.

When citizens of the United Kingdom voted to leave the European Union in June 2016, most observers were stunned. The polls had predicted a victory for the “Remain” campaign. And common sense made it hard to believe that Britons would do something so obviously contrary to their self-interest. But neither common sense nor the polling data fully accounted for a crucial factor: the new power of social platforms to amplify negative messages.

The most important tool used by Facebook and Google to hold user attention is filter bubbles. The use of algorithms to give consumers “what they want” leads to an unending stream of posts that confirm each user’s existing beliefs. On Facebook, it’s your news feed, while on Google it’s your individually customized search results. The result is that everyone sees a different version of the internet tailored to create the illusion that everyone else agrees with them. Continuous reinforcement of existing beliefs tends to entrench those beliefs more deeply, while also making them more extreme and resistant to contrary facts. Facebook takes the concept one step further with its “groups” feature, which encourages like-minded users to congregate around shared interests or beliefs. While this ostensibly provides a benefit to users, the larger benefit goes to advertisers, who can target audiences even more effectively.

... we should consider that the time has come to revive the country’s traditional approach to monopoly. Since the Reagan era, antitrust law has operated under the principle that monopoly is not a problem so long as it doesn’t result in higher prices for consumers. Under that framework, Facebook and Google have been allowed to dominate several industries—not just search and social media but also email, video, photos, and digital ad sales, among others—increasing their monopolies by buying potential rivals like YouTube and Instagram. While superficially appealing, this approach ignores costs that don’t show up in a price tag. Addiction to Facebook, YouTube, and other platforms has a cost. Election manipulation has a cost. Reduced innovation and shrinkage of the entrepreneurial economy has a cost. All of these costs are evident today. We can quantify them well enough to appreciate that the costs to consumers of concentration on the internet are unacceptably high.

Ein Kommentar dazu war:

People voting for Brexit or Trump were already favorable to Brexit or Trump BEFORE they were presented some link to click on. They clicked because they were actually interested into the content. They were not forced against there will to click on the link and read the content and then react to that content by actually voting for Brexit or Trump.

This article is a big piece of shit full of sophisms in the search of a big bad wolf narrative.

 

Ein Land wird stumm

Danke. Ich bin kein Fan der Autorin, aber wo sie Recht hat...

Deniz' Haft beschämt mich oft. Ich habe keine plausible Erklärung dafür. Die anfängliche Empörung steigerte sich in Zorn, wurde zur Trauer und endet nun in Scham. Mich beschämt, dass er und viele andere in eine Situation geraten sind, in der sie sich gezwungen fühlen, sich ihn ihren Briefen aus dem Gefängnis bei Menschen bedanken zu müssen, die sich für sie einsetzen. Vielleicht aber ist es andersherum. Die in Freiheit leben, profitieren vom Kampf derjenigen, die sich für die Freiheit interessierten und dafür einen hohen Preis zahlen. Nicht sie haben zu danken. Ich danke.

Mely Keyak, Zeit Online

 

Ich werde Geschichts-Opa, denn meine alten Fotos aus DDR-Zeiten erscheinen auf dem Blog Megaschöneweide -
cool - http://megaschoeneweide.de/september-1989

 

Exclusiv im Ersten: Keine Luft zum Atmen | Reportage & Dokumentation Video | ARD Mediathek

Menschen, die täglich mit Atemwegserkrankungen kämpfen, Autokonzerne, die mit zu hohen Schadstoffwerten tricksen, eine Politik, die jahrelang gezielt wegschaut. Wer ist verantwortlich für die schlechte Luft in Deutschlands Städten?

Jürgen Trittin als ehemaliger Bundesumweltminister lehnt ein Interview ab? Dann muss es wohl schlimm stehen?!

 

Istanbul: Zehntausende feiern Protestmarsch von Kilicdaroglu - SPIEGEL ONLINE

Heute gibt es keine Gerechtigkeit mehr in der Türkei. Unsere Schriftsteller sind im Gefängnis, unsere Professoren sind im Gefängnis, unsere Intellektuellen, unsere Studenten", sagte die Demonstrantin Aynur auf der Abschlusskundgebung. "Es gibt keine Armee mehr, keine Bildung mehr, und wir werden von ungebildeten Leuten regiert. Deshalb fordern wir Gerechtigkeit.

Ganz schön mutig. Das hätte ich mich in der DDR nie getraut. Hut ab.